Deine neue Kollegin heißt „Gisela“

Ein Roboter. Ein Arbeitstier. Genau wie ich es meiner Freundin, der ich mit diesem Thema schon seit einigen Monaten auf den Ohren liege, vorhergesagt habe.

Future is now!

Und es ist eine Dame. Na klar. Wer soll denn auch die Arbeit zuverlässig ausrichten, außer einer Maschine mit weiblichen, äh, technischen Charme. Sie heißt „Gisela“. Das gute Stück.
Das unter einer gut geplanten Promotion Maschinerie veröffentlichte Gegenstück (einige Fachblätter mussten ja noch etwas Sensationelles zu Redaktionsschluss veröffentlichen) zum berühmtesten aller Roboter, dem SpotMini von Boston Dynamics, soll uns verklickern, daß mit dem Ding die Arbeitswelt verändert werden soll. Zumindest soll der Eindruck erweckt werden, alle Leiharbeiter gehen ab Morgen sofort in Rente (okay, ich übertreibe), oder aber in ferner Zukunft. Denn Gisela, das (un)gelenkige, verdrahtete, unter Starkstrom stehende Stück Ingenieurskunst wird an- und zupackend deinen Job in unter sechs oder drei Minuten erledigen. Besser, Genauer, unschlagbar in allen Belangen. An einem Platz. Andauernd. 24 Stunden.

Video:
http://a.msn.com/09/de-de/AAxniRB?ocid=se

Firmenseite:
https://www.pi4.de/pi4/news/events

Die Firma pi4 und der Vater von Gisela

Man muss dem Vater der Dame, Matthias Krinke, dazu gratulieren.  Mit dem riesigen Augen auf einem Flachbildschirm, einer übertrieben Mimik von treudoofen Blick und einem Lächeln bis zu den Ohren, schafft es Gisela, zuerst einen sympathischen Eindruck zu erwecken.
Wahrscheinlich hat er den richtigen Zeitpunkt gefunden, um mit seinem persönlichen Meisterstück an die Öffentlichkeit zu gehen. Auch scheint er seine Sponsoren überzeugt zu haben, das Projekt sei jetzt betriebstauglich. Ob es an der Ausgabe im Display lag, die Fingerfertigkeit im Umgang trainierter Prozesse oder hier tatsächlich eine Innovation erkannt wurde, die uns in die Zukunft katapultieren soll – nur „pi4“, die Firma, die hinter diesem Roboter steckt und seine Investoren kennen das Geheimnis hinter diesem doch respektablen Werbeclou.

Für mich sieht das Ganze zusätzlich nach geplanter Promotion aus. Gut gedacht, gut ausgeführt, aber der Roboter hat mich (noch) nicht vollends überzeugt. Hier wollte und musste eine Firma nach Vorne preschen, denn das Thema künstliche Intelligenz wird uns in den nächsten Jahren quasi überrennen. Und wer bei dieser Technologie mithalten will, sollte jetzt schon seine ersten Versionen auf dem Markt bringen.

Künstliche Intelligenz

Ein großes, ein interessantes Thema. Denn jeder Aspekt in unserem Leben wird davon betroffen sein. Die Zukunft kommt!

Salvatore Gonda

79er Jahrgang, in der damaligen DDR geboren, mit Mutter als sechsjähriger über Prag geflüchtet, gescheitert und dennoch, seit 1985 West-Berliner. Okay, damals. Heute seh ich mich als Berliner. Ich liebe die Vielfalt dieser Stadt. Außerdem viele Jahre als Programmierer für eine kleine Firma tätig. Nicht der Rede wert, aber ich habe viel gelernt. Zwischendurch, aber auch mal hauptsächlich, viel mit Musik zu tun gehabt. Gerade in einer kreativen Pause mit der Rückkehr zu meiner wahren Profession: Der Entwicklung von Software.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.